Zertifikat
Ein Zertifikat bestätigt, dass ein Betrieb, ein Produkt oder eine Person bestimmte Anforderungen erfüllt. Das können Schulungen sein, Herstellerberechtigungen, Qualitätsnormen oder Prüfungen. Ausgestellt wird es von einer Stelle, die dazu befugt ist.
Worauf es ankommt
Ein Zertifikat ist nur so gut wie der Aussteller. Einige Zertifikate werden von unabhängigen Prüfstellen vergeben und lassen sich nachprüfen. Andere sind reine Teilnahmebescheinigungen oder vom Anbieter selbst verliehene Siegel. Beides kann seinen Wert haben, sagt aber Verschiedenes aus.
Beispiel
Ein fiktiver Elektrobetrieb zeigt auf seiner Seite ein Zertifikat zur Montage von Ladestationen. Er nennt den Aussteller, das Datum und wie lange es gilt. Ein anderer Betrieb zeigt ein buntes Siegel ohne jede weitere Angabe. Der erste Nachweis lässt sich prüfen, der zweite nicht.
Wie wir damit umgehen
Findet sich ein solcher Nachweis auf der Website, erreicht der Betrieb in der Nachweis-Stufe die Stufe 1. Stufe 2 gibt es erst, wenn ein Mensch den Nachweis geprüft hat.
Tipps
- Nenne bei jedem Zertifikat den Aussteller, das Thema und die Gültigkeit.
- Entferne abgelaufene Nachweise von der Website.
- Prüfe als Kundin im Zweifel direkt bei der ausstellenden Stelle nach.
Gerade im Handwerk verändern sich Anforderungen, etwa bei Gas, Elektro oder Brandschutz. Wer Weiterbildungen regelmäßig auffrischt und sie sichtbar aufführt, zeigt, dass das Wissen auf dem neuesten Stand ist. Das ist für Kunden überzeugender als ein einmaliger Nachweis von vor vielen Jahren.