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Der Vorteil generischer Domains

Zentral für den Erfolg mit Suchmaschinenoptimierung ist es, wenn man für wichtige Schlüsselbegriffe des Unternehmens oder der Organisation vorne bei Suchmaschinen wie Google genannt wird. Beim Ranking orientieren sich Google und Co. auch an den Begriffen, die innerhalb der jeweiligen Webseiten vorkommen, insbesondere dann, wenn die Website als Ganzes für diese und themennahe Begriffe eine hohe Relevanz vorweisen kann. Dass sollte insbesondere dann der Fall sein, wenn ein ganz zentraler Schlüsselbegriff in den Adressen der Website immer wieder vorkommt. Doch dieses Wissen hat inzwischen dazu geführt, dass solche Schlüsselbegriffe von Suchmaschinen besonders kritisch unter die Lupe genommen werden.

Was ist eine generische Domainadresse?

generische-domainsAls Domainadresse (kurz Domain) wird der Name einer Website bzw. Webpräsenz bezeichnet, unter der alle Webseiten oder Ressourcen zu finden sind. Bekannte Domains wären etwa Google.com, Wikipedia.org oder Spiegel.de. Während der rechte Teil der Domain durch eine Vielzahl von Vorgaben nicht frei gewählt, sondern nur im Rahmen recht enger Vorgaben bestimmt werden kann, ist der linke Teil der Domain vor dem Punkt prinzipiell frei formulierbar. Ein Unternehmen, das für Printen aus Aachen die Markführerschaft beansprucht, könnte auf die Idee kommen, die Domain aachen-printen.de für sich zu reservieren, um für zwei zentrale Begriffe bei Google besser gefunden zu werden. Generisch wäre hier der Begriff Printen; generisch sind solche Begriffe oder Gattungsbezeichnungen, die auf ein Sachthema Bezug nehmen. Der Begriff Aachen hingegen wäre ein lokaler Suchbegriff; die Begriffskombination aus Aachen und Printen könnte man aber auch als generisch ansehen, weil Printen häufig aus Aachen kommen.
Beispiel: Hotel.de unter dem Key "Hotel" auf Platz 1  in Google.de
Beispiel: Hotel.de unter dem Key „Hotel“ auf Platz 1 in Google.de

 

Vorteile einer generischen Domain

Der Vorteil einer generischen Domain ist leicht bestimmbar. Die Begriffe in der Domain kommen in jeder Webadresse vor, weil die Domainangabe Bestandteil jeder Webadresse der Webpräsenz ist. Google und andere Suchmaschinen finden es wichtig, wenn zentrale Begriffe einer Webseite in der Adresse der Webseite vorkommen. Kommen allerdings die Begriffe in allen Webadressen vor, dann muss auch sichergestellt sein, dass die Webpräsenz insgesamt für die Begriffe hohe Relevanz hat und möglichst auf fast jeder Webseite ein Bezug zu diesen generischen Begriffen inhaltlich hergestellt wird. Das wird allerdings in vielen Fällen nicht möglich sein. Ein Unternehmen, was Aachener Printen, Lübecker Marzipan und Salzburger Mozartkugeln in gleicher Weise anbietet, muss also auf einen generischen Begriff ausweichen, der als Oberbegriff geeignet ist (z.B. aus der Welt der Konditorei-Produkte) oder für jeden relevanten Handlungsbereich eine eigene Domain registrieren.

Es gibt viele Mittel und Wege generische Domains zu bekommen. Beispielsweise könnt Ihr über Sedo.de, dem derzeit  weltweit größten Domain-Handelsplatz bereits registrierte Domains erwerben ( und sind wir mal ehrlich, die besten Domains sind leider nicht frei zu registrieren). Ob Eure Wunschdomain noch frei ist, könnt Ihr ganz einfach beispielsweise auf der Startseite von Strato.de abfragen.

Eine weitere Möglichkeit besteht, wenn Eigentümer der Domains diese löschen- die Domain dropt! Es gibt zahlreiche Anbieter, die in Euern Auftrag diese versuchen zu snappen. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Hier findet Ihr einige Domains die bei mir zum Verkauf stehen.

 

Nachteile von generischen Domains

Generische Domains machen auch Sinn, wenn ein bekanntes Produkt oder Angebot prägend für das gesamte Angebot ist. Das passt besonders gut bei Organisationen, die für eine Marke stehen und bei denen der Markenname im engen Zusammenhang mit dem Gattungsbegriff steht: Man denke hier beispielsweise an Papiertaschentücher oder Klebestreifen. Unternehmen, die breiter aufgestellt sind, müssen darüber nachdenken, ob sie entsprechende Marken entwickeln können. Das Verwenden von generischen Gattungsbegriffen macht nur Sinn, wenn diese wirklich eine prägende Bedeutung für alle Aspekte des unternehmerischen Handelns haben.

Außerdem haben Suchmaschinen wie Google erkannt, dass generische Begriffe sehr häufig zur Suchmaschinenoptimierung eingesetzt wurden, weil dies Vorteile beim Ranking einbrachte. Wer es sich leisten konnte, der hat für all seine Angebote generische Begriffe generiert und dafür jeweils spezifische Domains angemeldet, wo nur wenige Informationen vorhanden waren und wo recht schnell auf eine Hauptdomain weiterverlinkt wurde. Da dieser Effekt aus der Sicht von Google die Ergebnisqualität der Suchmaschinenresultate beeinträchtigt, haben generische Domains inzwischen es nicht mehr so leicht, nach vorne bei entsprechenden Suchanfragen zu kommen.

Fazit

Generische Domains machen nach wie vor Sinn, wenn die oben erläuterten Rahmenbedingungen gelten. Ob man sie aber als Hauptdomain betreiben möchte, muss man sich genau überlegen, denn sonst färbt die Domainadresse zu stark auf die einzelnen Webseiten ab. Ich selbst habe in der Vergangenheit akzeptable Ergebnisse mit solchen Domains erzielt. Beispiel: www.hängesessel.de 

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